Poggenburg-Aussagen sind unerträgliche rassistische Beleidigungen – Niedersächsische AfD muss sich distanzieren

 

Im Rahmen einer Rede zum politische Aschermittwoch hat der AfD-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, in Deutschland lebende Türken verunglimpft und rassistisch beleidigt. Der AfD-Politiker hatte sie unter anderem als „Kümmelhändler“ bezeichnet.

Poggenburg sagte unter starkem Beifall der anwesenden AfD-Anhänger außerdem: „Diese Kameltreiber sollen sich dorthin scheren, wo sie hingehören, weit, weit, weit, hinter den Bosporus zu ihren Lehmhütten und Vielweibern. Hier haben sie nichts zu suchen und zu melden.“

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion und Sprecher für Migration und Teilhabe, Dr. Christos Pantazis, ist damit eine weitere Grenze überschritten: „Diese Aussagen sind für jeden Demokraten und jede Demokratin in diesem Land absolut unerträglich. Die AfD in Person von Herrn Poggenburg verlässt damit den Boden des Grundgesetzes und der Meinungsfreiheit – diese Ausfälle sind nichts Anderes als zutiefst rassistische Beleidigungen.“

Deniz Kurku, Sprecher der SPD-Fraktion gegen Rechtsextremismus, ergänzt: „Das ist ganz eindeutig die Sprache des Hasses und muss als solche klar benannt werden. Jeder und jede, die zu einer solchen Aussage auch noch Beifall klatscht, macht sich mitschuldig.“

Die beiden SPD-Politiker fordern: „Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag tritt immer wieder betont bürgerlich auf – jetzt kann sie ihren angeblich hehren Ansprüchen Taten folgen lassen und Farbe bekennen. Wir erwarten von der AfD in Niedersachsen eine klare Distanzierung und Verurteilung der Aussagen ihres Parteifreundes, der immerhin Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt ist. Wenn dies ausbleiben sollte, wird deutlich, dass unter der bürgerlichen Fassade der hiesigen AfD der gleiche braune Lack zum Vorschein kommt, wie andernorts auch.“

 
    Bürgergesellschaft     Niedersachsen
 

 


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